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Baxpax downtown – wir kommen wieder

Die Auszubildenden der gesetzlichen Krankenkassen fuhren auf Studienreise nach Berlin. Mit dem „Sonderzug nach Pankow“ reisten 20 Azubis bis zum Hostel „Baxpax downtown“ in Berlin-Mitte. 

Am Dienstag, den 14. März 2017, machten wir, die Azubis der Berufsschulklassen SozVers 15-1 und 15-2, uns auf den Weg nach Berlin. Vom Hauptbahnhof bis zum Hostel musste bereits die erste Hürde überwunden werden. Unser Lehrer, Herr Deselaers, hatte uns gewarnt: „Beim Einstieg in die S-Bahn, ist es eindeutig besser, sich mit einer großen Gruppe auf mehrere Türen zu verteilen!“ Es gelang uns tatsächlich erst beim zweiten Versuch, als gesamte Gruppe die U-Bahn zu entern.

Kaum im Hostel „baxpax downtown“ angekommen, wartete der erste Programmpunkt auf uns. Wir gingen zum Bundesministerium für Gesundheit. Dort erwartete uns ein fast zweistündiger Vortrag über das Haus und dessen Geschichte. Zudem wurden aktuelle Themen angesprochen, wie z. B. das neue Pflegestärkungsgesetz, zu dem wir uns als Azubis auch äußern konnten. So entstanden interessante Diskussionsrunden, die den Vortrag auffrischten.

Der anschließende Besuch des Bundeskanzleramts begann mit einer strengen Sicherheitskontrolle. Zu Beginn ging es mit einem informationsreichen Einführungsfilm zur Struktur des Bundeskanzleramtes los. Im Nachgang durften noch Fragen gestellt werden und dann ging es mitsamt Security-Personal zur Führung. Es war für uns alle sehr spannend, die Räumlichkeiten kennenzulernen und darüber hinaus Infos über deren Funktion und Aufteilung zu bekommen. Bilder durften in den meisten Bereichen gemacht werden und wir durften sogar die schöne Aussicht über Berlin vom Balkon aus betrachten. Im Großen und Ganzen hat die Führung uns sehr gefallen, auch wenn wir Frau Merkel leider nicht zu Gesicht bekommen haben.

Am Mittwoch besuchten wir die Gedenkstätte Hohenschönhausen, bei der eine Führung mit einem Zeitzeugen für uns vorgesehen war. Diese begann mit einem Film, der uns einen allgemeinen Überblick zur Gedenkstätte gab. Anschließend wurden wir vom Zeitzeugen durch das Gelände und deren Räumlichkeiten geführt. Wir bekamen Einblicke in das sogenannte „U-Boot“, das sich im Keller befand. Es waren kleine Zellen, in denen die Gefangenen für Wochen, Monate oder sogar Jahre ausharren mussten. Erschreckend für uns waren die allgemeinen Gegebenheiten, z. B. die „Standzellen“, die auch einer von uns ausprobieren durfte. Hier hatte man nur Platz, um in der Hocke zu stehen und dies wurde damals auf Tage oder Wochen hinausgezögert, so dass die Gefangenen beim Öffnen der Türen kraftlos aus der Zelle gefallen sind. Danach wurden wir zu einem kleinen Lieferwagen geführt, in dem die Menschen „abgeholt“ und zum Gefängnis gebracht wurden. In dem Fahrzeug gab es „Mini-Zellen“, in denen man gerade so sitzen konnte. Zudem haben wir die Verhörräume sehen können, in denen uns der Zeitzeuge auch an persönlichen Erfahrungen teilhaben ließ. Nach diesem Vormittag waren alle Azubis sehr betroffen, da es eine sehr berührende Führung war.

Im Anschluss machten wir uns auf den Weg zum Tränenpalast in der Friedrichstraße. Dort erwartete uns eine Führung mit Vortrag durch das Museum. Es wurde uns die Geschichte, sowie die Bedeutung dieses Ortes nahe gebracht, der zur DDR-Zeit als Grenzübergang diente. Dort fanden über die Jahre viele sehr emotionale Abschiede statt, oft sind auch Tränen geflossen. Daher auch der Name „Tränenpalast“.

Der Donnerstagmorgen stand im Zeichen des Bundestages. Dort angekommen mussten wir uns einer Sicherheitskontrolle unterziehen, die der im Bundeskanzleramt ähnelte. Auf den Zuschauerplätzen des Plenarsaals erhielten wir einen umfangreichen Informationsvortrag über den Bundestag. Insbesondere ging es um die Aufteilung des Plenarsaals. Der Aufbau des Saals, sowie die Sitzordnung und die jeweiligen Aufgaben der Teilnehmer wurden uns mitgeteilt und verständlich erläutert.

Im Anschluss hatten wir noch ein Treffen mit einem Mitarbeiter der Bremer Bundestagsabgeordneten Sarah Ryglewski (SPD). Das Treffen eignete sich für ein umfangreiches Gespräch, wobei uns die Aufgaben sowie die Pläne und Ziele von Sarah Ryglewski mitgeteilt wurden. Es entstand eine sehr spannende und zugleich sehr informative Diskussionsrunde. Nach dem Gespräch haben wir vom Dach des Bundestages aus die tolle Aussicht auf Berlin genossen.

Neben den Programmpunkten blieb Zeit zum Sightseeing und „Berlin genießen“. Die Studienfahrt hat allen viel Spaß gemacht hat und jeder konnte neue Eindrücke mit nach Hause nehmen.

Dominic Feld und Jennifer Döscher, SozVers 15-1

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