Schulzentrum Grenzstraße Bremen

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1923 bis 1942: Bis zu 3300 Schülerinnen und Schüler

Kriegszerstörte Ruine Hauffstraße

Die kriegszerstörte Ruine der alten Schule an der Hauffstraße in den 50er Jahren (links im Bild).

Bis 1942 war die Schule als private dreijährige Lehrlingsschule für Jugendliche im Groß- und Außenhandel, Speditionen, Banken, Industrie und Versicherungen; als staatliche Berufsschule für Lehrlinge und Anlernlinge des allgemeinen Großhandels, für Bürolehrlinge und Staatslehrlinge mit 8 Wochenstunden Unterricht, als Zweijährige Handelsschule und als Einjährige Höhere Handelsschule mit 30 Wochenstunden und als Weiterbildungsinstitut für Angestellte in den Fremdsprachen Englisch, Spanisch und Italienisch und in technischen Fächern wie Kurzschrift und Maschinenschreiben tätig. Die Schülerzahl schwankte in diesen Zeiten zwischen 260 und fast 3300. Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wenn sich die Schüler oder die Betriebe das Schulgeld nicht leisten konnten, oder in Kriegszeiten, wenn Schüler und Lehrer aus der Schule abgezogen wurden, schrumpfte die Schülerzahl erheblich. Im Jahr 1942 wurde die private Handelsschule in die staatliche Handels- und Höhere Handelsschule und in eine staatliche Berufsschule umgewandelt.

„Dann hätten Sie ja zu Fuß kommen können!“

Der Unterricht wurde in Notzeiten in verschiedenen Gebäuden, in besonders schlimmen Zeiten im 2. Weltkrieg sogar zwischen den Flakbatterien erteilt, an denen 15- und 16-jährige Handelsschüler und Lehrlinge eingesetzt wurden.

Trotzdem wurde auf Pünktlichkeit Wert gelegt, wie uns eine Zeitzeugin, Frau Else Ahlers (geb. Cordes, Schülerin 1941/42), berichtet: Weil sie aufgrund eines Fliegeralarms in Delmenhorst am pünktlichen Erscheinen gehindert wurde, musste sie sich vom Direktor sagen lassen: „Dann hätten Sie ja zu Fuß kommen können!“



Eine ausführliche Darstellung der Schulgeschichte kann in der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum nachgelesen werden. Die Festschrift kann über die Schule bezogen werden, sie ist auch im Buchhandel erhältlich (ISBN 3-89757-212-5).

Textquellen: Kulturhaus Walle Brodelpott, Staatsarchiv Bremen, Weser-Kurier, schuleigenes Archiv

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